Partisan particles

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Partisanenteilchen

Eine der Vermutungen des Instituts zum Aufenthaltsort und dem Wirken moderner Partisanen_innen findet sein physikalisches Äquivalent in der Erkenntnis der Quantenphysik, dass es einem Atom möglich ist zur gleichen Zeit an 2 unterschiedlichen Orten zu sein.
Das sich quantenmechanische Teilchen wie etwa Elektronen und Photonen an zwei Orten gleichzeitig aufhalten können, ist schon seit längerem bekannt. Sobald jedoch eine Betrachtung der Teilchen vorgenommen wird, bricht diese Überlagerung zusammen und wir finden das Teilchen nur noch an einem Ort vor. Dieses ‘quantenmechanische Versteckspiel’ versuchte uns der verstorbene Physiker Erwin Schrödinger am theoretischen Versuch zu erklären, in dem eine Katze in einer nicht durchschaubaren Kiste eingeschlossen und mit radioaktiver Strahlung beschossen wird. Die quantenmechanische Überlegung erlaubt in diesem theoretischen Exkurs eine Möglichkeit des Dualismus im Sinne einer gleichzeitig toten wie auch lebendigen Katze. Nur ab dem Punkt wo man den Deckel lüftet, wird dieser Dualismus aufgebrochen.
Um diese theoretischen Überlegungen in einen überprüfbaren Status zu überführen, haben Wissenschaftler verschiedene erfolgreiche Experimente unternommen. Als Beispiel möchten wir hier die Versuche von Björn Hessmo und seinen Kollegen nennen.
Was bedeutet diese Erkenntnis für die Partisanen_innen im Auftrag einer Realitätsveränderung?
Das moderne Partisanentum scheint sich diesem Dualismus angeschlossen zu haben. In einer “Ausweitung der Kampfzone” ist der/die moderne Partisan_in an zwei Orten gleichzeitig und doch dabei nicht beobachtbar, zumindest nicht mit den konventionellen Mitteln unserer Alltagssinne.
Diese Gleichzeitigkeit eröffnet ein Handlungsspielraum, welches, vorerst unentdeckt, die Arbeit an dem Neuen Menschen, der Neuen Gesellschaft ermöglicht.
Das Institut ist mitnichten an der Aufdeckung und Veröffentlichung des Wirkens unserer modernen Partisanen_innen interessiert, als vielmehr an einer Anleitung in den Prozess der Gleichzeitigkeit einzusteigen und diesen bewusst zu benutzen.
Ich möchte an dieser Stelle noch auf einen TED-Vortrag von Aaron O’Connell verweisen, indem er auf eine wirklich anschauliche Weise den Teilchendualismus in die “Welt der großen Dinge” holt:
“Denn wenn alles aus kleinen Teilchen besteht und diese Teilchen den Regeln der Quantenmechanik folgen, sollte dann nicht einfach alles den Regeln der Quantenmechanik folgen?”
“…wenn dieses Stück Metall an zwei verschiedenen Orten sein kann, warum dann nicht auch Sie? […] So stellen sie sich vor, Sie wären zur gleichen Zeit an mehreren Orten, wie würde sich das anfühlen?”

Achim Trautvetter, Potsdam 06.01.2013


Partisan particles

One of the assumptions of the Institute for residence and work of modern Partisans finds its physical equivalent in the knowledge of quantum physics that it is possible to have an atom at the same time in 2 different locations.
The quantum mechanical particles such as electrons and photons can stay in two places, which has been known since some time. However, once an examination is made of particles, this superposition collapses and we find the particle only in one place.
The deceased physicist Erwin Schrödinger tried to explain this ‘quantum mechanical hide and seek’ with an theoretical experiment in which a cat is trapped in an intransparent box through bombarded with radiation. The quantum-mechanical considerations allowed in this theoretical digression a possibility of dualism in the sense of a living cat as well as simultaneously a dead one. Below the point where we lift the lid of the box this dualism is broken.
In order to convert these theoretical considerations in a verifiable status, scientists have made various successful experiments. As an example, we would like to mention the efforts of Björn Hessmo and his colleagues.
What this finding means for the partisans on behalf of a changing reality?
The modern partisanship seems to have joined this dualism. In the „enlargement of the combat zone“ the modern partisan is in two places at the same time and yet not observable there. At least not with the conventional options of our everyday senses.
This simultaneity opens a scope of action that allows us to  work on the new man and the new society which is undetected for now.
The Institute is not interested in the discovery and publication of the work of our modern partisan rather than giving a manual into the process of simultaneity and to use it with full awareness.
I would like to refer here to a TED-Talk by Aaron O’Connell where he brings the dualism of particles in the „world of big things“ in a really vivid way:
„For if everything is made of small particles and these particles are to follow the rules of quantum mechanics, should then not all follow the rules of quantum mechanics? “
“ … if this piece of metal can be in two different places, then why not you too? […] So, imagine if you were at the same time in several places, how would it feel?“

Achim Trautvetter, Potsdam 06.01.2013

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